
Die Bundestagung des Deutschen Konditorenbundes in Koblenz stand auch unter dem Zeichen der Kreativität im Konditorenhandwerk: Im Rahmen von >> Confiserie and More, des Fachforums für den Konditorennachwuchs, das der Deutsche Konditorenbund mit der Konditoren-Innung Rheinland-Pfalz durchführte, wurden die besten Beiträge aus dem Wettbewerb Schokolade, zart bis bitter ausgezeichnet.
Dabei waren Konditoren und Gestalter aufgerufen, sich vom Werkstoff Schokolade inspirieren zu lassen. Bei den Konditorenschaustücken bewertete die Jury in getrennten Wettbewerben einerseits Lehrlingsarbeiten und andererseits Objekte von Meistern und Gesellen.
Lehrlingswettbewerb der Konditoren

Den ersten Preis gewann die Bezirksfachklasse der Konditoren aus Trier. Unter der Leitung des Fachlehrers Reiner Lind errichteten die Lehrlinge die Porta Nigra „en miniature“ aus weißer Modellierschokolade. „Detailgetreu meisterten sie handwerklich schwierige Techniken wie das Biegen des Schokoladenmaterials oder das Verkleben der einzelnen Architekturelemente“, betonte die Jury.
Der zweite Preis ging an Lioba Zins aus Vallendar, die ihr zweites Ausbildungsjahr im dortigen Café Steinebach absolviert. In ihrem Fächer „Fleur de Chocolat“ kombiniert sie verschiedene Techniken der ornamentalen Schokoladenverarbeitung zu einem fächergekrönten Blütenteppich.
Den dritten Preis erhielt Marvin Neumann aus Vallendar, der sein drittes Lehrjahr ebenfalls im Café Steinebach absolviert, für seinen Japanischen Tempel „Kimpusen-ji“. Das Schneiden und Kleben des Werkstoffs Schokolade sei kenntnisreich eingesetzt worden, so die Jury.
Wettbewerb der Konditorenmeister und -gesellen

Konditorengesellin Kathleen Sasse aus Neustadt/Weinstraße (Confiserie Michel) gewann den ersten Preis für ihr Objekt „Blumenrosen-Arrangement mit floralen Highlights“. Aus der Jury-Begründung: „In ihrem Arrangement verbindet sie eine ausgewogene Formensprache mit der Kunst des Konditorenhandwerks. Mit verschiedenen Techniken der Schokoladenverarbeitung handwerklich äußerst sauber und exakt gearbeitet erblühen die geschmackvollen Blumen in einer keramisch anmutenden Vase zu einem kleinen Kunstwerk für Genießer.“
Den zweiten Preis erhielt Konditorenmeister Kay Schuler aus Daun (Conditorei Schuler) für seine Kaffeemühle aus Schokolade. „Eine technisch versierte Arbeit, deren feine Modellierung die Holzteile und Beschläge der von dem Meister leidenschaftlich gesammelten Kaffeemühlen täuschend echt nachahmt“, so die Jury.
Die Nachbildung des Sitzhockers mit dem Titel „Lümmel-2“ von Wido Ockenfels aus Mayschoß (Wido’s Café) platzierte die Jury auf Rang drei und unterstrich bei diesem Schaustück, dass nicht nur die Kantigkeit des Hockers, sondern auch die Imitation des weichen Leinenmaterials technisch raffiniert und professionell umgesetzt sei.
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(Textquelle: >> Handwerkskammer Koblenz / Fotos:P!ELmedia)